Termine + Events

Samstag, 21. März 2020
14:30 Uhr - 20:00 Uhr
57. GeneralversammlungRestaurant Krone in Ermattingen

Montag, 8. Juni 2020
Reise an den Foldafjord300 km nördlich von Trondheim

Freitag, 26. Juni 2020
Reise nach CorkSüdwest Irland

Impressionen

Zwölf Reiseteilnehmer verbrachten auf der Insel Vandve im Nordwesten von Dønna vom 29. Mai bis 8.Juni 2015 aussergewöhnliche Angelferien. Sie trotztenRegen, Wind und Kälte und versuchten, in Nordnorwegen den Fisch ihres Lebens zu überlisten.

von Andy Gasser, Präsident CSM

Abwechslungsreiche Anreise
Beim Angeln knapp unterhalb des Polarkreises braucht es warme, wasserfeste Bekleidung und eine gute Angelausrüstung. Natürlich darf auch genügend fester und flüssiger Proviant zur Selbstversorgung nicht fehlen. So kam rund 630 Kilogramm Fluggepäck zusammen.Wir flogen mit der SAS von Zürich via Kopenhagen, Oslo nach Trondheim.Dort stiegen wir in eine kleine Propellermaschine der Windrøe um, die uns, nach einem Zwischenstopp in Brønnøysund, sicher im Kleinflughafen Sandnessjøen absetzte.

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Der Reiseleiter musste bereits bei der ersten Zollkontrolle genau über die seine Reiseabsichten berichten und das Handgepäck vorzeigen.

Erstklassiges Wohnen
Nach einer kurzen Busfahrt mit schnellem Einkaufsstopp gelangten wir zum Hafen, wo Arnt Kåre Andersen mit den Booten auf uns wartete. Nach einem einstündigen Transfer auf dem Wasser bei rund 10 Grad Celsius erreichten wir nach 14 stündiger Anreise unser Reiseziel.

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Unsere im Osten von Vandve gelegenen drei Ferienhäuser waren hervorragend ausgestattet.Der traumhafte Fjordblick sorgte für Wohlbefinden und liess unsere Herzen höher schlagen.Augenfällig waren in Vandve Kystferie auch die direkte Lage am Kai, eine perfekte Bootsflotte, solide Bootsstege sowie ein Filetierhaus mit Trockenraum und Vakumiergerät für Profis.

Auf dem Weg zum Fisch
Mit vier rund 5 Meter langen Kværnø AluminiumBooten, die mit 60 PS Viertakt-Aussenbordmotoren sowie mit Steuerstand, Echolot, GPS und Kartenplotter ausgerüstet waren, flitzten wir flott übers Meer.Unzählige Unterwasserberge, etliche Untiefen, tolle Abbruchkanten und sandige Plateaus wurden im Verlauf der folgenden Tage systematisch abgesucht. Sie charakterisierten unsere diesjährigen Fanggründe.

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Angelgeräte und Köder
Gerne wurde mit einer biegsamen 30 PfundRute mit Mulitrolle, geflochtener Angelschnur und dem Cutbait Herring von Savage Gear (Länge: 20 cm, Gewicht 270 Gramm) in Tiefen von 30 bis 60 Metern geangelt. Dieser gigantische Weichköder besitzt eine hervorragende Laufeigenschaft und ein tolles Schwimmverhalten. Auch der Sandaal von Savage Gear (20 cm, 150 Gramm) ist ein unverzichtbarer Köder in Tiefen bis zu 20 Metern. Nicht zu viel Jiggen, den Köder eher ruhiger halten und nur langsam und leicht vom Boden her die Tiefe verändern. So werden Heilbutts und grosse Dorsche zum Anbiss verleitet und im Mittelwasser auch Köhler, Leng und Pollack.


Zielstrebigkeit und Ausdauer bringen Erfolg

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Steil aufragende Berge, oft von tiefem Wasser umgegeben, sind gute Fangplätze für Dorsche, Köhler und Pollak, die meist auch in flachem Wasser über die Bergspitzen jagen. Es konnte eigentlich 24 Stunden am Tag geangelt werden. Sonne, Regen und Wind wechselten sich ständig ab, nur die Temperaturen verharrten bei gefühlten 8 bis 14 Grad Celsius. Petrus belohnte uns mit ansehnlichen Tagesfängen.In Wassertiefen zwischen 50 und 100 Metern erstrecken sich oft grössere Sand- und Kiesfelder mit geringen Tiefenunterschieden. Hier lauert der der Heilbutt, der König des Meeres, den wir auch vereinzelt fingen. 

Es geht auch mit Gemütlichkeit
Die gefangenen Fische wurden gemeinsame filetiert, vakumiert und tiefgefroren. Der gesamte Fang wurde wie üblich gerecht auf die Reiseteilnehmenden verteilt, so dass jeder die in Norwegen erlaubte Fangmenge in Kühlboxen mit nach Hause nehmen durfte.

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Unsere Starköche Peter Weber, René Koch und Jörg Keller servierten Meerfisch drei Mal fangfrisch auf die Teller der hungrigen Angler. Danach wurde zum gemütlichen Teil des Tages übergeschritten.

Einzigartige Naturschauspiele
Nach dem Essen sollst zu ruhen, aber das war gar nicht immer so einfach, bei diesem Anblick.Einige Unentwegte begangen bald schon wieder, ihre Angelruten für den nächsten Einsatz vorzubereiten. Es kamen die Kollegen aus den anderen Ferienwohnungen vorbei, erzählten über ihre Erlebnisse und halfen mit, fehlende Getränke zu ergänzen oder überzählige Nahrungsmittel zu verzehren. Vielfach schaute auch der Anlagenwart Arnt vorbei und ermutigte uns, neue Heilbutt-Fangplätze auszuprobieren. Er hatte natürlich auch schon den neusten regionalen Wetterbericht mit dabei.Kaum war der anhaltende Regen vorbei, ging es schon wieder hinaus aufs offene Meer. Für diese Anstrengungen wurden wir nicht nur mit Fischen belohnt, sondern mit einzigartigen Natur-Schauspielen.

Weitere Fotos sind für Mitglieder im Fotoalbum (interner Bereich) aufgeschaltet. 

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