Termine + Events

Samstag, 21. März 2020
14:30 Uhr - 20:00 Uhr
57. GeneralversammlungRestaurant Krone in Ermattingen

Montag, 8. Juni 2020
Reise an den Foldafjord300 km nördlich von Trondheim

Freitag, 26. Juni 2020
Reise nach CorkSüdwest Irland

Impressionen

Unsere Reise nach Island fand vom 27. August bis 4. September 2019 statt.  Wir haben viele kapitale Dorsche gefangen, die spektakuläre Naturkulisse der Westfjorde genossen und viel Abenteuerliches zusammen erlebt.

Island hat, im Gegensatz zu anderen Regionen gleichen Breitengrades, ein recht mildes Klima. Der warme Golfstrom trifft mit seinen Ausläufern vor Island auf den kalten und sehr nahrungsreichen Ostgrönlandstrom. Islands Fischreichtum basiert vor allem auf den besonderen Strömungsverhältnissen, die entlang der Westfjorden vorherrschen, den praktisch unbelasteten Gewässern und einer nachhaltigen Fischereipolitik der Isländer. 

Der Flug von Zürich nach Reykjavik dauerte mit der Icelandair rund 4 Stunden. Aufgrund der Pannenserie der Boeing 757 musste der Flug bereits im Vorfeld der Reise am Abflugtag auf eine spätere Tageszeit verschoben werden. Entsprechend waren wir gezwungen, sowohl bei der An- und der Rückreise im (Transit-)Hotel Viking in Hafnarfjördur in Mehrbettzimmern zu übernachten.

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Wir sind mit drei Mietautos vom Flughafen in Isarfjördur innert 30 Minuten nach Flateyri, einer einsam gelegenen, kleine Fischergemeinde (rund 200 Einwohner) gereist. Der 660 Meter hohe Berg Eyrarfjall überragt den Ort. Das Angelcamp in Flateyri erwies sich als perfekter Ausgangspunkt. Die im Jahre 2007 erbauten, Ferienhäuser (75 qm) waren für vier Personen optimal. Das soziale Leben und die gelungen kulinarische Selbstverpflegung spielten sich vorwiegen in den drei Hausgruppen ab. Wir wurden von Malte Truelsen (Island Pro Travel) vor Ort sehr gut betreut.

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Während der ersten drei Angeltage regnete und windete es oft. Entsprechend war vorerst Angeln im Fjord "Önundarfjördur" angesagt. Die Fangergebnisse waren in der Regel gut, aber noch nicht berauschend. Nach drei Tagen besserte sich die Wettersituation. Entsprechend steuerten wir unsere Seigur Kajüten-Boot (7,85 m x 2,60 m), die mit einem 130PS Turbodiesel-Innenborder bestückt waren, zu den HotSpots im offenen Nordatlantik. Jeweils vier Personen angelten bequem zusammen in einem Kajüten-Boot, vorwiegend in Tiefen zwischen 40 und 80 Metern, auf den Zielfisch Dorsch.

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Jörg Keller fing einen kapitalen Dorsch von 130 cm Länge und einem Gewicht von rund 23 kg. Heinz Keller angelte sich einen Dorsch von 120 cm und 20,5 kg. Weitere Angler knackten überdies die Grenze von 110 cm. Es wurden auch auffallend viele Dorsche mit einer Länge zwischen 85 und 105 cm gefangen. Der 250 Gramm schwere 4D Herring Big Shad (Haddock) von Savage Gear und der gleichschwere Bergmann-Pilker mit rotem Gummi Makk waren die erfolgreichsten Köder.

In Island werden alle gelandeten Fische zum Schutz vor Überfischung den lokalen Fischfabriken zugeführt. Somit ist sichergestellt, dass auch die Fänge der Sportangler genau kontrolliert wird. Morgens erhielten wir jeweils zwei 380-Liter-Profi-Fischpakets mit Eis gefüllt, die am nächsten Tag im Fischereihafen mit einem Kran entladen worden sind. Die langen Wartezeiten beim Abladen der Fische und dem Betanken der Boote erforderten jeweils sehr viel Geduld. 

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Der Fang wurde anschließend in der Fischfabrik weiterverarbeitet. Somit entfiel für uns das zeitaufwendige Filetieren der Fische. In unserem Transfer-Hotel in Reykjavik durften wir stattdessen 20 Kg Filets in einer Gefrierbox mit nach Hause nehmen.

Die Rückmeldungen der Reiseteilnehmer zum Reiseziel, den Ferienhäusern, den Booten, dem Fischgang und der Reiseorganisation waren durchwegs sehr positiv.

Andy Gasser, Reiseleiter

Weitere Fotos sind für Mitglieder im Fotoalbum (interner Bereich) aufgeschaltet. 

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