Termine + Events


Mittwoch, 26. Mai 2021
Reise nach MIKKELVIK BRYGGENordnorwegen (ausgebucht)

Samstag, 19. Juni 2021
GeneralversammlungOrt noch nicht festgelegt

Mittwoch, 7. Juli 2021
Reise nach MIKKELVIK BRYGGENordnorwegen

Montag, 13. September 2021
Clubreise nach CorkCobh / Südwest-Irland

Impressionen

Die Norweger nennen die Lofoten  „Vesteralen“. Nördlich des Polarkreises erwartete uns also vom 11. Juli bis 21. Juli 2013 unser nächstes Abenteuer. Und dies bei "hochsommerlichen" Temperaturen von 12 Grad Celsius.

1. Anreise
Pünktlich um 07.00 versammelten sich die Fischerfreunde im Check-in 1 beim Flughafen Kloten, um zeitlich früh genug den Flugi der SAS von 9.30 Uhr zu nehmen. Wer sich schon am Vorabend mit der Baggage eingecheckt hatte, erschien halt eine Stunde später. Die Gruppe mit Sack und Pack machte sich auf, um zum Skan-air -Schalter zu gelangen. Doch der Schalter war zu, stumm wie ein Fisch! Die technisch Versierten ergatterten sich dann rasch einen Check-in Apparat, um die Baggagezettel rauszulassen. Schon hörte man: “Wie geht das nun eigentlich? – Kannst du mir helfen? Frag nach der Information!“ Auf einmal der Ruf: “Alle zum Gruppencheck-in um 08.00!“ Nach einer gewissen Zeit wussten alle, wohin sie sich begeben mussten. Nun klappte alles wie am Schnürchen, dank Powerfrauen.

Nach Zeitplan erreichte das Flugzeug Kopenhagen, Zeit für ein teureres Bierchen, die Sonne hielt uns in Laune. Nun neues Check-in für Oslo: Plastikkiste füllen, Lederriemen rausziehen, Schuhe abziehen, Armbanduhr nicht vergessen, durchs Tor: Piep! Bitte, Beine grätschen, Arme hoch, Massage, mit Detektor bestrahlt, piep! Was nun, ah ha, die Hosenträger waren's! Also nun durch, dasselbe athletische Prozedere beim Anziehen. Nun weiter zum Gate . Alles i. O.

Was ist los! Peter und Sepp haben keinen Sitzplatz im vollen Flugi nach Oslo. Nach längerer Zeit hat man für diese zwei doch noch einen Platz gefunden. Alles i. O.

In Oslo begrüsst uns die Sonne recht herzlich, 20 Grad, blauer Himmel, Die Gruppenstimmung ist ausgezeichnet, Die Hoffnung für gutes Wetter auf den Lofoten sehr hoch. Nun neues Check-in in Oslo, wir kommen aus dem freundnachbarlichen Dänemark! Bier nur in Nkr! Nun wieder Wägeli schieben, mal nach rechts, dann wieder nach links, endlich nach vorne, nein, bitte zurück! (Ich komme mir vor wie in Tatis Film: Les vacances de Monsieur Hulot, wo die Masse der Sonnenhungrigen durch Lautsprecher immer wieder durch Tunnels an verschiedene Gleise gelotst wird.) 

Endlich die Erlösung: Die richtige Person führt uns auf dem richtigen Weg zur richtigen Stelle. Nun, was gibt’s Neues? Zwei Gepäckstücke werden vermisst und leider auch deren Besitzer. Auch sie tauchen nach einer gewissen Zeit auf. Und was noch? Aha, Rony sucht sein Portemonnaie, er habe es verloren. Also geht er auf die Suche, einige müssen warten. Endlich gefunden - verlegt? Nun höre ich meinen und andere Namen im Lautsprecher ertönen. Welche Ehre! Nun kann der Flug nach Narvik, 900 km, beginnen, alle an Bord, alle Plätze besetzt. In Narvik angekommen, sind wir erstaunt, dass die Sonne sich vor uns versteckt hat, das Thermometer zeigt ganze 12° an. Also holen wir unser Gepäck. Jeder hat seine Siebensachen, doch wo sind die Rutenrohre? Suche, … kein Glück, nicht da. Der Bus wartet auf uns und die Fahrt dauert 1.5 Stunden nach Offersoy.

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Nun beziehen wir unsere netten kleinen Häuschen, d.h. jeder muss sich schmal machen. Ordnen unsere Waren so weit es geht und ruhen uns etwas aus. Wenn nur die Ruten da wären! Doch am Abend- es bleibt Tag, wir sind nördlich des Polarkreises - erfreuen uns die Spaghettis mit Sauce und ein guter Schluck Rotwein Magen und Herz.

2. Aktivitäten
Die Männer, die aus der Wärme kamen, müssen sich an die Verhältnisse Norwegens gewöhnen. Zuerst an die Witterung, Durchschnittstemperatur 12°, dann an die Wohnverhältnisse, die Zimmer sind für unsere Verhältnisse doch etwas klein, sehr schmal sogar. Die Waren müssen unter dem Bett verstaut werden, Kleider an den wenigen Haken. Norwegen ist weit, 15 Einwohner pro km2, doch in Offersoy lebt man in engem Raum. 

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Die roten Häuschen stehen gleich über dem Wasser und die mit GPS und Echolot ausgerüsteten Boote stehen vor dem Haus zur Ausfahrt bereit.

Freitag, 12. Juli 2013
Am Freitag fieserlet es den ganzen Tag und die Temperatur ist nicht einladend fürs Spazieren. Mit Gesprächen, Schlafen und Befeuchten der Kehle mit dem mitgebrachten Wein schlagen sich die Fischer die Zeit tot. Geduldig wartet man auf die unentbehrlichen Arbeitsinstrumente, die in Kopenhagen oder Oslo, vermutlich unentdeckt, im Warenlager ihre Auszeit verbringen. Kommen sie heute oder morgen? Abendseufzer: Sie söllet e mal cho!!! Gute Tagnacht.

Samstag, 13. Juli 2013 
Regen, Regen, Regen. Die Kollegen verstecken sich in den Federn. Ruhe, Ruhe, Ruhe. Ruten, Ruten, Ruten!  Dank dem Einsatz des Präsidenten erhält jedes Boot 3 Ersatzruten. A

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 Am Nachmittag geht’s nun ans Fischen. Und? Der Jüngste, Mathieu, hat einen kapitalen Dorsch an die Oberfläche gezogen: 106 cm, 21 Pfund. Félicitation!

Sonntag, 14. Juli 2013
Heute begrüsst uns zum ersten Mal ein Sonnenstrahl in Offersoy. Och der Wind, das lästige Kind, verhindert uns die Ausfahrt. Seit gestern Abend ist es stürmisch. Um 10 Uhr ist die Ausfahrt zum Fischen möglich. In alle Richtungen fahren die mit 3 Mann besetzten Boote. Gespannt werden die Köder ins Wasser gelassen und, es hat Fische! Mit Pilker und Hegenen versuchen die CSM Fischer Dorsche, Schellfische und Köhler zu fangen. Der lange Mann mit Hut und Mantel, Röbi, und seine Begleiter Sepp und Hampi lassen 2 Kisten grosse Dorsche in den Filetierraum tragen. Die Neugierigen staunen.

Montag, 15. Juli 2013
Eureka – Halleluja: die Ruten sind da. In Oslo seien sie stecken geblieben. Nun kann das Fest beginnen. Vom Sonntag auf Montag hat es geregnet und war windig. Ab 10 Uhr ist es trocken- ab 15.00 Uhr wieder gewitterhaft. Dennoch fliegen alle Boote aus und kommen mit einigen Fängen heim. Am Abend wieder Regen, Regen und Wind.

Dienstag, 16. Juli 2013
Schon am Morgen lacht uns die Sonne aus dem Bett. Tagsüber bewölkt, aber kein Regen! Die Fischermannen eilen aus den Löchern und hoffen, den Fang des Lebens zu machen.

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Zur Sicherheit nehmen sie genügend Kisten mit. Strahlende Gesichter beim Anlegen der Schiffe. Es hat doch noch Fische im Meer! Nach dem Abendessen bewegen sich die Nimmermüden zum Steg, um die Tagnacht auf dem Wasser zu geniessen. (Am Morgen beim ersten Wurf habe ich 2 Dorsche an der Hegene. Am Nachmittag gingen gleich 3 Dorsche an dieselbe Hegene. Muskelkater am rechten Arm!)

Mittwoch, 17. Juli 2013
Morgen: Sonnenschein, warm, herrliches Wetter. Alle Petri-Jünger gingen mit Freude ihrem Hobby nach und kamen positiv geladen mit reicher Beute heim. Das gelbe Haus hat sich zum geschäftigsten Ort in Offensoy entwickelt : die Filetierhalle! Prachtsfische - eine Augen-weide: 11 grosse Dorsche in Reih und Glied (von den Schweden) und ein Heilbutt von 26.5 kg, von Gunnar, dem Sohn des Feriensenters. Die letzten Heimkehrer brauchten sich nicht zu schämen.

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Der Jüngste, Mathieu, zog beim letzten Wurf einen Prachtsdorsch an die Oberfläche: 120 cm und 15,5 kg. Félicitation.Glück im Unglück hatte Walter Merz. Beim Starten des Motors brach der Bart des Schlüssels ab. Andy griff in den Hosensack und zog das Sackmesser hervor, damit konnte er den Motor anlassen - und es funktioniert! Victorinox sei Dank!

Donnerstag, 18. Juli 2013
Bewölkt, wie gewohnt, windig und kalt! Um 14.10 Ebbe. Den Morgen verbrachten wir im Häuschen und füllten den Fragebogen für das Menü am Samstagabend aus. Grillieren kam nicht mehr in Frage , also organisierte Andy in verdankenswerter Weise ein gemeinsames Essen für Samstagabend. Die meisten entschieden sich entweder für Rentierfleisch oder Walsteak.

 

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Gegen 14.30 Uhr, grosser Aufbruch – der Wind hat sich gemässigt. Fang von Haus 5 ist mässig, dafür genossen wir ein herrliches Nachtessen. Um 20.00 Uhr wieder Aufbruch, Fang etwas besser als am Nachmittag, obwohl Flut war. In Tiefen von ca. 40 bis 50 Meter konnten einige wunderschöne Schellfische gefangen werden. Der Erfolgsköder waren die Seitenspringer, bestückt mit rotem Gummi.

Mathieu zeigte wieder einmal sein Können: Er fing einen Prachtsdorsch von 110 cm. Félicitation mon cher. 

Freitag, 19. Juli 2013
Himmel wieder bewölkt, aber zum Glück kein Regen, dafür Wind. Obwohl Flut war, verschmähten die Flossentiere unsere gut dargereichten Köder. Um 19.00 Uhr erfreute uns als Abwechslung eine norwegische Sängerin mit einigen Liedern. Erstaunlich viele Leute – woher kamen sie?- hörten gespannt der Sängerin auf dem Schiff zu. Einige Mutige fuhren trotz des starken Windes aufs Meer hinaus, um die letzten Würfe zu absolvieren. Dank der vielen Inseln gibt es überall windabgewandte Seiten wo das Fischen auch bei windigem Wetter möglich ist.

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Die Mutigen kehrten mit schönen Fischen wieder zurück- die Wetterprognose meldete für den nächsten Tag stürmisch!                

Samstag, 20. Juli 2013            
Auch der letzte Tag war fürs Fischen im grossen Stil vorgesehen, doch der Meeresgott (Neptun) war nicht unserer Meinung. Er schickte die Winde und wühlte die Wellen zu unserem Ärger. Nun steht ein ganzer Tag fürs Einpacken, reinigen der Boote und zur Fischverteilung zur Verfügung. Am Abend fanden sich alle Petrijünger vergnügt und in guter Stimmung im grossen Saal der Feriensenters ein, um ein letztes Mal gemeinsam ein norwegisches Essen zu geniessen. Mag es draussen winden und sausen, wir wollen jetzt im Innern hausen. Nach Goethe. Für viele war zum ersten Mal das Rentiersteak ein Genuss- statt als Stück hat der norwegische Koch das Fleisch geschnetzelt. Das Fleisch war sehr zart. Das Walsteak war ebenfalls zerschnitten, hatte etwas Lebergeschmack. Auch gut.

Vor dem Dessert meldete sich Präsident Andy und schilderte in spannender Weise die Clubreise, dankte allen für ihren Einsatz, die gute Zusammenarbeit und die tolle Stimmung. Er war froh, dass der Urlaub ohne Unfall zu Ende ging. Er hofft, dass für alle trotz suboptimalen Wetterbedingungen Offersoy in guter Erinnerung bleiben wird. Nun kommt’s zum Traktandum Ehrungen, die Hans Stöckli in seiner gewohnten Manier vornimmt. 

Als grosse Fischfänger wurden gewürdigt:

  1. Mathieu Gasser mit einem Dorsch von 120 cm und 15.5 kg
  2. Alfred Sieber mit einem Dorsch von 105 cm und 8.4 kg
  3. Daniel Stöckli mit einem Seelachs von 110 cm und 8.1 kg
  4. Walter Metz mit einem Dorsch von 96 cm und 7.8kg

Als letztes Souvenir erstanden einige Kollegen die typische Norweger "Puppe" : die Trolls. Und bereits neigte sich die Clubreise 2013 dem Ende entgegen. Ein letzter Schlummertrunk im Rorbu. Gute letzte Tagnacht! 

Am Sonntagmorgen ist das Wetter wie gewohnt: bewölkt, die See unruhig, 12°. Die 23 Mannen aus dem Süden schleppen ihr Baggage um 08.30 Uhr zum eingetroffenen Car und weiter geht’s nach Narvik zum Flughafen. Auf der Fahrt dorthin begegnen wir drei Rentieren, die gemütlich auf der Hauptstrasse trotten. Im Car ist die

Stimmung gut, auch mit der Gewissheit, die feinen Filets im Gepäck mitzuführen. Der Flug Narvik - Oslo- Kloten geht reibungslos über die Bühne. In Narvik 12° und bewölkt, in Oslo Sonne und um 16.00 Uhr sage und schreibe 24 Grad. In Kloten, zur Erleichterung aller, die Ruten, das Gepäck und die Fische sind problemlos transportiert worden. Wir erleben den Sommer in der Schweiz!

In der Gepäckausgabe gibt’s ein letztes lautes Tschau, Tschau. Und weg sind sie.

3. Fazit

Der Ort ist schön gelegen, gleich am Wasser, für die Fischerei ideal, kein langer Weg zum offenen Meer. Gute Infrastruktur vorhanden.

Die Schiffe entsprechen unseren Anforderungen, zweckmässig, starker Motor (50 PS), für 3 Personen ideal. Im Haus ist alles Notwendige vorhanden, nur die Zimmer sind etwas klein, wenig Platz um die Waren zu versorgen, z.B. Kleidung, Schuhe usw. 

Die Fischerei ist ausgezeichnet, tolle Fischgründe mit sehr viel Abwechslung, keine weiten Fahrten. 

Dank: Dem Präsidenten Andy Gasser gebührt ein ganz besonderer grosser Dank für seinen immensen Einsatz, damit wir eine friedliche, erholsame und unfallfreie Clubreise erleben durften. Nochmals Vergelt’s Gott Andy. Ebenfalls allen mitgereisten Petrijüngern ein herzliches Dankeschön für die tolle Kameradschaft.

Weggis, 2. August 2013                      

Jean-Albert Fontana

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